Das risikobasierte Regulierungssystem
Der EU AI Act stuft künstliche Intelligenz basierend auf der Gefahr für Grundrechte, Gesundheit und Sicherheit in vier klar definierte Klassen ein. Klicken Sie auf die Stufen, um Details, rechtliche Konsequenzen und konkrete Beispiele einzusehen.
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Risiko-Kategorie
Konkrete Anwendungsfälle:
Regulatorische Pflichten:
Besonderheit / Ausnahme:
Der zeitliche Stufenplan (2021 – 2028)
Das Gesetzeswerk ist bereits in Kraft getreten, die Einhaltung der verschiedenen Bestimmungen wird jedoch schrittweise über mehrere Jahre verpflichtend. Hier sehen Sie den originalen Fahrplan im Vergleich zum potenziellen „Digital Omnibus"-Sammelwerk.
Offizieller Entwurf
Die Europäische Kommission veröffentlicht den ersten Entwurf zur globalen Vorreiterrolle in der KI-Regulierung.
Politische Einigung im Trilog
Kommission, Parlament und Rat einigen sich auf den finalen Text, insbesondere bzgl. Allzweck-KI (GPAI).
Offizielles Inkrafttreten
Die Verordnung (EU) 2024/1689 wird rechtsgültig. Der Countdown für die Implementierung beginnt.
Verbote & KI-Kompetenz
Bereits aktiv: Strikte Verbote von KI-Praktiken mit inakzeptablem Risiko (z. B. Social Scoring, Emotionserkennung am Arbeitsplatz) und die Pflicht zur Mitarbeiterschulung nach Artikel 4.
Klassifizierungshilfen & „Digital Omnibus"
Die EU-Kommission legt präzise Klassifizierungshilfen für Hochrisiko-Systeme vor.
Wichtige Neuerung: Durch das neue „Digital Omnibus"-Sammelwerk könnten sich bestimmte Fristen für produktintegrierte Hochrisiko-Systeme verlängern.
Scharfschaltung Hochrisiko (Anhang III) & Transparenz
Die strengen Anforderungen für sensible Anwendungsbereiche (Personalwesen, Infrastruktur, Justiz) und die Transparenzpflichten für Chatbots und Deepfakes treten in Kraft.
Verschobener Stichtag (Omnibus-Entwurf)
Falls das Omnibus-Sammelwerk offiziell angenommen wird, verschieben sich viele allgemeine Hochrisiko-Verpflichtungen auf dieses Datum.
Produktintegrierte Hochrisiko-KI
Gültigkeit der Regulierung für KI als Sicherheitsbauteile in regulierten EU-Produkten (z.B. Medizintechnik, Aufzüge, Maschinen).
Welche Rolle haben Sie im EU AI Act?
Das Gesetz teilt Pflichten streng nach der Verantwortung des Akteurs auf. Ermitteln Sie in nur 3 kurzen Fragen Ihre rechtliche Klassifizierung.
i Rollen-Assistent
Identifizieren Sie Ihre Rolle
Beantworten Sie die Fragen links, um Ihr gesetzliches Profil sofort sichtbar zu machen.
Ihre gesetzlichen Hauptaufgaben:
Endnutzer (Privatpersonen, deren Daten verarbeitet werden) sind keine „Betreiber" im gesetzlichen Sinne, sondern zählen als geschützte Personen.
Der Bußgeld-Simulator
Die Bußgelder im EU AI Act sind drakonisch und übersteigen im Extremfall sogar die Maximalgrenzen der DSGVO. Das Gesetz gilt nach der Regel: „Je nach Schwere des Verstoßes wird der jeweils höhere Betrag fällig." Berechnen Sie das maximale finanzielle Risiko für ein Unternehmen.
Bußgeldrechner
Grundlage ist das vorangegangene Geschäftsjahr.
Ergebnisberechnung
Maximales Risiko€ 35.000.000
€ 3.500.000
€ 35.000.000
Weil der Festbetrag von 35M € höher ist als 7% des angegebenen Umsatzes.
Die tatsächliche Höhe wird im Einzelfall bemessen nach: Schwere und Dauer des Verstoßes, Anzahl der betroffenen Personen, Grad der Fahrlässigkeit/Vorsatz sowie nachweisbare Kooperationsbereitschaft.
KI-Kompetenz-Checkliste & Leitfaden
Seit dem 2. Februar 2025 ist jedes Unternehmen in der Pflicht, für angemessene KI-Kompetenz der betroffenen Belegschaft zu sorgen. Nutzen Sie dieses interaktive Tracking-Tool als Ihren rechtlichen Fahrplan und Nachweis.
Ihre Sofortmaßnahmen
1. Bestandsaufnahme & Schatten-KI-Audit
Ermitteln Sie systematisch, welche Mitarbeiter aktuell welche KI-Anwendungen (ChatGPT, DeepL, Midjourney, Canva) nutzen.
2. Interne KI-Richtlinie aufsetzen
Erstellen Sie ein verbindliches Dokument: Welche Daten dürfen niemals eingegeben werden? (Keine Kundendaten oder DSGVO-relevante Daten).
3. Menschliche Endkontrolle vorschreiben
Legen Sie fest, dass kein KI-Ergebnis ungeprüft das Haus verlässt. Sensibilisieren Sie die Belegschaft für "Halluzinationen" und Falschmeldungen.
4. Schulung & Auditierung dokumentieren
Erstellen Sie eine Schulungs-Aktennotiz oder Teilnehmerliste als rechtssicheren Nachweis für eine eventuelle BNetzA-Prüfung.
5. Einbindung des Betriebsrats (falls vorhanden)
In Deutschland herrscht strikte Mitbestimmung bei Einführung von KI am Arbeitsplatz (Betriebsverfassungsgesetz / BDSG).
Bereitschafts-Score
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